Was ist Bourbon Whisky?
Bourbon Whisky ist eine der bekanntesten Whiskyarten der Welt und gilt als das Aushängeschild der amerikanischen Whiskeykultur. Mit seinen süßen Aromen von Vanille, Karamell und Eichenholz unterscheidet er sich deutlich von vielen schottischen oder irischen Whiskys. Doch was genau macht einen Bourbon aus und welche Voraussetzungen muss er erfüllen?

Was bedeutet Bourbon?
Bourbon ist eine gesetzlich geschützte Whiskey-Kategorie aus den USA. Entgegen der weit verbreiteten Meinung muss Bourbon nicht ausschließlich aus dem Bundesstaat Kentucky stammen. Er darf in jedem Bundesstaat der USA hergestellt werden, sofern alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.
Kentucky gilt dennoch als Heimat des Bourbons, da dort heute der überwiegende Teil der weltweiten Produktion stattfindet.

Welche Voraussetzungen muss Bourbon erfüllen?
Damit sich ein Whiskey „Bourbon“ nennen darf, müssen mehrere gesetzliche Vorgaben erfüllt werden:
* Herstellung in den USA
* Mindestens 51 % Mais in der Maische
* Destillation mit höchstens 80 % Alkohol
* Abfüllung ins Fass mit höchstens 62,5 % Alkohol
* Reifung ausschließlich in neuen, ausgekohlten Eichenfässern
* Abfüllung mit mindestens 40 % Alkohol
Diese Vorschriften sorgen dafür, dass Bourbon seinen typischen Charakter erhält.

Warum schmeckt Bourbon so süß?
Der hohe Maisanteil verleiht Bourbon seinen weichen und süßlichen Grundcharakter.
Hinzu kommt die Reifung in neuen, ausgekohlten Eichenfässern. Durch das frische Holz gelangen besonders viele Aromen in den Whiskey.
Typische Geschmacksnoten sind:
* Vanille
* Karamell
* Honig
* Toffee
* Eiche
* Kokos
* Zimt
* Gewürze
* geröstete Nüsse
* dunkle Schokolade
Je nach Brennerei und Rezeptur können zusätzlich fruchtige oder würzige Noten auftreten.

Muss Bourbon aus Kentucky kommen?
Nein.
Jeder Bourbon ist amerikanischer Whiskey, aber nicht jeder stammt aus Kentucky.
Auch Bundesstaaten wie Tennessee, Texas, Indiana oder New York produzieren ausgezeichnete Bourbons.
Kentucky bleibt jedoch das Zentrum der Bourbon-Produktion und beherbergt viele der bekanntesten Destillerien der Welt.

Wie lange muss Bourbon reifen?
Überraschenderweise schreibt das Gesetz keine Mindestreifezeit für Bourbon vor.
Bereits nach wenigen Monaten könnte ein Whiskey grundsätzlich als Bourbon verkauft werden, sofern alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind.
Trägt ein Bourbon jedoch die Bezeichnung Straight Bourbon, muss er mindestens zwei Jahre gereift sein.
Viele hochwertige Bourbons lagern deutlich länger – häufig zwischen vier und zwölf Jahren.

Bekannte Bourbon-Destillerien
Zu den bekanntesten Bourbon-Herstellern gehören unter anderem:
* Buffalo Trace
* Maker’s Mark
* Wild Turkey
* Four Roses
* Woodford Reserve
* Jim Beam
* Heaven Hill
* Bulleit
* Evan Williams
Jede Destillerie verwendet ihre eigene Rezeptur und entwickelt dadurch einen unverwechselbaren Stil.